Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Bünt“

Am Mittwoch, den 22. Februar, versammelten sich Interessierte in dem „Forum“ des Gymnasium Lohbrügge und folgten dem Aufruf zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen eine Unterkunft für Geflüchtete in Lohbrügge, der von Michael Koopmann und Hatem Ghaouar unterzeichnet wurde. Entgegen der Erwartungen der drei sichtbaren Organisator*Innen drückte sich der Großteil der etwa 100 anwesenden Personen gegen die geplante Gründung der Bürgerinitiative aus und diskutierte argumentationsreich. Von den etwa 100 anwesenden Personen gaben ein dutzend ihre Daten an die Bürgerinitiative weiter.

Am Sonntag, den 12. Februar, versammelten sich die Interessierten erstmals nach einem Aufruf von Michael Koopmann in Lohbrügge. Hierbei übernahmen der AfD-Rechtsaußen Ludwig Flocken und eine weitere Person die Durchführung der Veranstaltung und schürten die Wut und rassistischen Vorurteile der anwesenden Personen. Für die Planung des Gründungstreffen der Bürgerinitiative war Ludwig Flocken beauftragt. In den folgenden Tagen gingen AfD-Anhänger*Innen durch die Lohbrügger Nachbarschaft, verteilten Flyer und gingen auf Mitgliederfang. Ein Anwohner berichtete: “Die haben bei uns geklingelt, sich als Problemlöser in Sachen Flüchtlinge vorgestellt und dazu eingeladen, gleich Parteimitglied zu werden”.

An der gestrigen Veranstaltung nahmen AfD- und NPD-Anhänger*Innen teil. Unter den anwesenden Personen befand sich der Neonazi Andreas Knüppel, der 2011 als NPD-Kandidat für die Bürgerschaftswahl in Hamburg-Bergedorf antrat und dem Kameradschaftsspektrum zuzurechnen ist. Vor Beginn der Veranstaltung unterhielt sich Andreas Knüppel mit den Organisatoren Michael Koopmann und Hatem Ghaouar.

Viele erwarteten das Erscheinen des AfD-Abgeordneten Ludwig Flocken, der kürzlich den Lohbrügger Wasserturm als Veranstaltungs- und Schulungszentrum mietete. Ludwig Flocken ist für seine rassistischen Reden in der Hamburger Bürgerschaft oder bei den neonazistischen Demonstrationen von MVGIDA und BärGiDa bekannt. An den MVGIDA-Demonstrationen nahm der gestern anwesende Andreas Knüppel (NPD) ebenfalls teil. Um die Initiative nicht unmittelbar zu gefährden blieb Ludwig Flocken der Veranstaltung in den Räumen der Schule aus taktischen Gründen fern. Anwesend waren einige Mitstreiter Flockens, die von AfD-Kundgebungen und Veranstaltungen im Wasserturm bekannt sind.

Im Anschluss an die Veranstaltung trafen sich die Anwesenden Sympathisanten Flockens mit Ludwig Flocken und einem Mann, der bei vergangenen Veranstaltungen als Flockens “rechte Hand” ausgemacht wurde. Jene “rechte Hand” Flockens pflegt gute Kontakte zur NPD Hamburg und war mit Thomas Wulff am 9. April 2016 auf der Hooligan Demonstration in Magdeburg. Das Treffen zeigt, dass sich Ludwig Flocken im Hintergrund hält und weiterhin die Fäden in den Händen hält.

Fraglich ist, warum die Schule einen Raum für eine Bürgerinitiative zur Verfügung stellt, die sich gegen eine Unterkunft für Geflüchtete stellt und Unterstützung von der AfD erhält. Die Schule stellt einen Raum dar, der frei von Ausgrenzung sein muss und somit keine rassistischen Initiativen mit Räumlichkeiten unterstützen darf! Hier ist die Schulleitung des Gymnasium Lohbrügge beraten ihre Position zu überdenken. Hierbei kann die Schule auch ein Beispiel am „Haus Brügge“ nehmen, die der Initiative die Räumlichkeiten wieder entzogen hat.

Dass die AfD im Rahmen dieser Initiative auch von Tür zu Tür geht, um für die Partei zu werben, zeigt dass der rassistische Wahlkampf der AfD bereits begonnen hat. Wenn sich zu ihren Veranstaltungen Neonazis der NPD gesellen, wird der Schulterschluss zur extremen Rechten nicht nur durch die Ideologie sichtbar. In rassistischen Initiativen und Propaganda steckt eine große Gefahr für die Gesellschaft. Mit jeder unwidersprochenen Aussage und Veranstaltung verschiebt sich der Diskurs weiter nach rechts. Die Anzahl der Übergriffe und Brandanschläge auf Unterkünfte für Geflüchtete erreichen wiederholt ein Rekordniveau. Erfreulich, dass gestern eine Vielzahl von Menschen den Rassismus der AfD entlarvt und widersprochen haben. Es ist dringend geboten sich weiterhin jeder rassistisch Agitation entgegen zu stellen und den Ausbau rechter Strukturen im Ursprung zu bekämpfen! Statt auf Hass und Ausgrenzung setzen wir auf Solidarität und Empathie!

Keine Räume den Rassist*Innen!
Rassistische Agitation in Lohbrügge stoppen!

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Kein rechtes Zentrum in Bergedorf!

Kein PegidaZentrum in Bergedorf
Gegen Rassismus und die AfD!

logoDer Hamburger AfD Rechtsaußen Dr. Ludwig Flocken hat in Bergedorf Lohbrügge das Wahrzeichen des Stadtteils, den alten Wasserturm „Sander Dickkopp“, für mehrere Jahre angemietet und möchte diesen als Abgeordneten-Büro und Veranstaltungszentrum nutzen. Flocken ist nicht nur AfD-Mitglied und Abgeordneter der Bürgerschaft, sondern besitzt auch beste Kontakte zur Pegida-Bewegung und dem braunen Milieu rechts der AfD. Wir wollen weder die AfD, noch Rassismus und schon gar nicht ein Schulungszentrum für Pegida-AnhängerInnen. Am Sonntag den 4. September will Flocken nun eine erste Veranstaltung im Sander Dickkopp abhalten, eine AfD-Wahlparty anlässlich der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. Dagegen protestieren wir.

Der schlimmste Hetzer der AfD

Der Orthopäde Flocken ist der schlimmste, rassistische Hetzer der Hamburger AfD und gehörte bis Februar dieses Jahres auch der Bürgerschaftsfraktion der Partei an. Im Rathaus pöbelte Flocken immer wieder, vor allem gegen Geflüchtete und Muslime. Vor Not und Elend geflüchtete Menschen beschimpft er als „Invasoren“, Muslime nennt er „Faschisten“, der Islam, gleich welcher Ausrichtung, gilt ihm als „extrem gewalttätige, menschenfeindliche, rücksichtslose, als Religion getarnte Ideologie.“ Flocken hat aber auch den Senat offen angegriffen, PolitikerInnen anderer Parteien, GewerkschafterInnen und Kirchenvertreter in übelster, polemischer Weise beleidigt. Diese Äußerungen blieben bis zu seinem Rücktritt aus der Fraktion unkommentiert durch seine KollegInnen – auch durch den als „konservativ“ gehandelten Fraktionschef Prof. Jörn Kruse. Doch Flocken hetzte nicht nur aggressiv in der Bürgerschaft, sondern betätigte sich auch wiederholt als Redner bei Pegida-Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Diese MV-Gida bzw. Bärgida genannten Aufmärsche wurden schon seit Beginn von neonazistischen Akteuren dominiert, darunter NPD-Funktionären. Wir haben darauf schon im Wahlkampf aufmerksam gemacht, als Flocken im Januar 2015 bei MV-Gida sprach. Darüber hinaus findet Flocken auch ein Sprachrohr über das größte antimuslimische Hetzportal PI-News, welches seine Reden, Interviews mit ihm und Berichte zu seinen Tätigkeiten veröffentlicht.

Taktische Distanz der AfD-Fraktion?

Flocken spricht gezielt den völkischen Flügel des AfD-Milieus und noch weiter rechts stehende Kreise an. Solange dies nicht zum Eklat führte und in den Ruch der Verfassungsfeindlichkeit geriet, war dies der Hamburger AfD durchaus recht. Der Pegida-Freund kandidierte auf Platz 15 zur Bürgerschaftswahl, wäre also eigentlich gar nicht im Parlament. Weil er besonders viele Stimmen aufgrund seiner rassistischen Agitation bekam, rückte er auf Platz 7 nach vorne. So kam eine Abgrenzung zu Pegida seitens der Bundespartei und der Fraktion auch erst, als Teile der Aufmärsche, und zwar gerade auch Bärgida und MV-Gida, vom Verfassungsschutz im Dezember 2015 in den Fokus genommen wurden. Selbst danach hat AfD-Bundesvize Alexander Gauland Pegida noch als „natürliche Verbündete“ der AfD bezeichnet und auch der Hamburger Fraktionschef Jörn Kruse zeigte im Wahlkampf noch deutliches Verständnis für die Aufmärsche. Als Flocken dann im Februar den Bogen überspannte und aus der Fraktion austreten musste, hieß es man prüfe auch einen Ausschluss aus der Partei. Tatsächlich konnte Flocken aber weiter agitieren, erst Anfang August machte er zusammen mit AfD-Kameraden und Parteifahnen einen Infostand in Bergedorf. Seine Facebookseite verzeichnet alleine über 1.000 Likes, die der gesamten AfD-Fraktion nur knapp 4.000. Der braune Orthopäde ist also nicht isoliert. Die jetzige Distanzierung des Abgeordneten Dirk Nockemann dürfte vor allem taktisch gemeint sein, ob Flocken tatsächlich aus der AfD fliegt bleibt abzuwarten. Bundeschef Jörg Meuthen erklärte immerhin erst am Mittwoch gegenüber dem „Mannheimer Morgen“, dass er sich eine Unterstützung der NPD vorstellen könne. Vielleicht wird Flocken also im nächsten Wahlkampf noch gebraucht um im braunen Sumpf zu fischen.

Gegen die AfD

Aber auch ohne Ludwig Flocken gibt es gute Gründe gegen die AfD zu sein. Auch in Hamburg machte die Partei einen deutlichen Rechtsruck. Statt der früheren Polemik gegen die EU und den Euro, dominiert nun die Agitation gegen Geflüchtete, MigrantInnen und vor allem gegen Muslime. Die AfD ist keine Partei wie die anderen, nur etwas weiter rechts verortet. Ihre Fraktion in der Bürgerschaft lässt keinen Zweifel daran, dass sie die gesellschaftliche Realität nicht anerkennt, sondern grundlegend ändern will. Sie akzeptiert die Veränderungen der letzten Jahrzehnte nicht, nicht die Vielfalt der Lebensentwürfe und schon gar nicht die kulturelle und religiöse Vielfalt. Sie stellt diese Vielfalt in Frage, will sie zerstören. Sie greift die „Altparteien“ an, sie greift geltendes Recht an, Grundrechte wie das Recht auf Asyl oder Religionsfreiheit, vor allem aber greift sie die Menschenwürde und die Menschenrechte der Geflüchteten an. Ihre politischen GegnerInnen müssen mit Gewalt- und Morddrohungen rechnen, wie das Beispiel der grünen Abgeordneten Stephanie von Berg zeigt, welche sich Ende 2015 einem Shit-Storm gegenüber sah, der von der AfD-Fraktion ihren Ausgang nahm. Bis heute werden in den Kommentarspalten der Facebookseite der AfD-Fraktion Gewalt- und Mordaufrufe geduldet.

Für eine solidarische Gesellschaft – Refugees welcome
Wir wollen statt der Spaltung der Gesellschaft auf Kosten der Schwächsten eine solidarische ohne Rassismus und andere Ausgrenzungsmuster. Seit Ende 2014 tragen erschreckend viele Menschen rassistische und antidemokratische Haltungen auf die Straßen, die zunehmend in den Alltag dringen. Gleichzeitig eskaliert die rassistische Gewalt, 2015 gab es über 1.000 Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Zugleich gibt es aber auch eine große Solidarität mit Geflüchteten. Wir stellen uns gegen eine Ausländer- und Asylpolitik, die Menschen nach ihrer Nützlichkeit für die Wirtschaftbeurteilt und ihnen die Gleichberechtigung vorenthält. Wir brauchen eine humane Flüchtlings- und Migrantionspolitik. Deshalb wenden wir uns gegen die seit Jahrzehnten andauernde Demontage des Asylrechts, gegen die rigorose Abschiebepolitik, gegen Ausgrenzung und Isolierung von Flüchtlingen durch Zwangsunterbringung in Lagern. Wir treten ein für das uneingeschränkte Asylrecht, Bleiberecht für Flüchtlinge sowie für gleiche Rechte und Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Kundgebung: Sonntag den 04. September 2016, 17.00 Uhr, Parkplatz vor dem Sander Dickkopp, Richard-Linde-Weg 21F, Bergedorf-Lohbrügge
Hamburger Bündnis gegen Rechts

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[Escheburg] Kundgebung: Rassismus tötet – Dem rassistischen Mob entgegentreten!

Anlässlich des Brandanschlages gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Escheburg rufen wir alle solidarischen und antifaschistischen Menschen auf, an der Kundgebung am kommenden Samstag den 14.02.2015 in Escheburg auf dem Sportplatz am Soll um 14 Uhr teilzunehmen.

Solange Menschen rassistische Hetze betreiben, Wohnhäuser angreifen und anzünden, werden wir dagegen kämpfen, die Betroffenen unterstützen und den Täter_innen zeigen, was wir von ihnen halten. Solange Menschen weiter stumpf rassistische Klischees bedienen, sich an der Hetze beteiligen und sich im Stillen über die Angriffe freuen, werden wir da sein und dagegen vorgehen und dem rassistischen deutschen Mob keine Gelegenheit geben, sich zu formieren.

Samstag, 14.02.2015 | 14 Uhr | Kundgebung | Escheburg auf dem Sportplatz am Soll

Rassismus tötet!

Antifaschistische Aktion Herzogtum Lauenburg

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[04.02.15] Verhandlung im Amtsgericht Bergedorf

Kommt am Mittwoch, den 4. Februar, zum nächsten Verhandlungstag im Amtsgericht Bergedorf.

Den beiden Altona 93-Fans soll Mittwoch der Prozess gemacht werden, da sie vor über 2 Jahren zwei stadtbekannt Neonazis aus dem Stadion begleitet haben sollen. In der Verhandlung geht es um Körperverletzung, bei der empfindliche Strafen drohen.

Die “Geschädigten” Neonazis Heiko H. und Sven W. fehlten am ersten Prozesstag als Zeugen und kassierten jeweils 150€ Ordnungsgeld.

Der eine neonazi Heiko H. wurde 2009 in Bergedorf wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt – Verteidigt von dem damaligen NPD-Hamburg Vorsitzenden Jürgen Rieger. Und bis 2013 war Heiko H. im Vorstand des NPD-Kreisverbandes Lauenburg-Storman. Der andere Sven W. soll an der Mobilisierung für den TDDZ am 2.6.2012 in Hamburg beteiligt gewesen sein. Gemeinsam besuchten sie 2012 das Gedenkfestival für den verstorbenen “Blood and Honour”-Gründer.

Kein Ordner oder weitere anwesende Zeugen konnten die Angeklagten identifizieren und auch der Richter sah schon bald nicht viel Sinn in der Verhandlung. Die Staatsanwaltschaft jedoch bestand – nach Rückfrage – auf eine Fortführung des Prozesses. Zu diesem Zweck sollen die beiden Neonazis zwangsvergeführt werden.

Unterstützt die Beschuldigten und kommt zum Prozess!
Mittwoch | 04.02.2015 | Amtsgericht Bergedorf | 11:45 Uhr (Prozessbeginn)

weiteres:
ausführlicher Artikel zum ersten Verhandlungstag

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[HH-Bergedorf] NPD-Kundgebung und Neonaziaktivitäten

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Samstag | 13.12.2014 | 13-16 Uhr | Friedrich-Frank-Bogen | HH-Bergedorf/Nettelnburg

NPD-Kundgebung versenken!
NPD-Wahlkampf sabotieren!

 

Auf dem P&R-Parkplatz nördlich des Nettelnburger Bahnhofs im Friedrich-Frank-Bogen entsteht eine neue Unterkunft für Geflüchtete. Wenige Tage vor Weihnachten sollen die ersten BewohnerInnen der Unterkunft in Bergedorf-West ankommen. Aus diesem Anlass hat sich erst kürzlich eine neue Initiative gegründet, mit dem Ziel, die Geflüchteten zu unterstützen. Kleiderspenden werden gesammelt und Sprachkurse organisiert.

Bereits zwei Wochen nach Gründung der Initiative kam es in der Nacht auf den 8. Dezember zu einem ersten Übergriff auf einen Aktivisten der Initiative. Die Tür wurde mit Hakenkreuzen und Sprüchen wie „Neger Freund“ und „Juden Sau“ verunstaltet! Der Einschüchterungsversuch der Neonazis misslang und das Engagement geht unvermindert weiter.

Kontinuität
Bergedorf-West und im besonderen der Friedrich-Frank-Bogen kommt nicht zur Ruhe. Kontinuierlich werden dort Neonazi-Aufkleber gesichtet. In der selben Straße wurde die Wohnung des stadtbekannten Neonazi Martin E. im Oktober letzten Jahres vom MEK gestürmt. Die Polizei vermutete scharfe Schusswaffen und Sprengstoff in seinem Besitz.

NPD-Kundgebung
Die NPD-Hamburg hat eine Kundgebung im unter dem Motto “Multi-Kulti ist asozial – wehrt Euch gegen Asylbetrug!” in Bergedorf-West angemeldet. Diese Anmeldung werten wir als Fortsetzung des Übergriffs und als Einschüchterungsversuch gegen engagierte und couragierte Menschen! Bundesweit versuchen RassistInnen Stimmung gegen Geflüchtete zu schüren. Die NPD will von der Stimmung und Hetze profitieren. Vermiesen wir der NPD ihren Auftritt!

Kommt am 13.12. von 13-16 Uhr nach Bergedorf in den Friedrich-Frank-Bogen!

NPD-Kundgebung versenken!
NPD-Wahlkampf sabotieren!

Übergriff

Übergriff  Übergriff

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Last Minute – gegen Thor Steinar & Nazis in Glinde

Wir dokumentieren einen Artikel des Blogs Lastminute, erschienen auf Indymedia


Am 16. September 2011 eröffnete Thor Steinar unter dem Namen „Tønsberg“ in der Möllner Landstraße 37c in Glinde eine neue Filiale. Der Protest gegen den Laden ließ nicht lange auf sich warten. Als Reaktion auf die Eröffnung der Thor Steinar-Filiale gründeten Bürger_innen aus Glinde die „Bürgerinitiative gegen Rechts in Glinde“, welche seither diverse vielfältige und kreative Aktionen, Kundgebungen und Informationsveranstaltungen abhalten. Der Hartnäckigkeit, Ausdauer und dem Durchhaltevermögen der Menschen vor Ort und vor allem der Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass nach wie vor eine kritische Auseinandersetzung geführt wird mit dem Konstrukt Thor Steinar und den Gefahren, welche mit rechten Modelabels und rechter Struktur einher gehen.

Rechte Propaganda

Marken wie Thor Steinar, die durch ihre Auslagen positive Bezüge zur deutschen Kolonialgeschichte, zu Krieg und Nationalsozialismus darstellen, bringen immer die Gefahr mit sich, rechte Ideologie und Propaganda Salonfähig zu machen. Selbst wenn der Thor Steinar-Laden nicht direkt als Treffpunkt der lokalen Neonaziszene dient, ist festzustellen, dass sich die Verhältnisse in Glinde in Bezug auf die extrem Rechte geändert haben.

Anwesende von Mahnwachen gegen die Glinder Thor Steinar-Filiale werden immer wieder von der Kundschaft des Ladens beleidigt und angegriffen, Teilnehmer_innen von Demonstrationen der „Bürgerinitative“ bepöbelt. In den Abendstunden sind teils „Sieg Heil“-Rufe zu vernehmen und in jüngster Vergangenheit tauchen vermehrt „Nationaler Widerstand Glinde“-Schmierereien im Stadtbild auf. Am 19. August 2014 wird das Geschäft des Pressesprechers der Glinder Bürgerinitiative Ziel eines Angriffes, wenige Tage darauf werden wiederholt die Scheiben seines Geschäftes mit Steinwürfen zerstört.

Schaufensterscheibe

Aktionen gegen Menschen, welche sich gegen Rechts engagieren, dürfen wir nicht dulden. Die gegenwärtige Situation erfordert direkte antifaschistische Interventionen im Einklang mit der geleisteten Arbeit vor Ort. Das Aufkeimen rechter Strukturen in Glinde stellt neben dem Problem des Thor Steinar-Ladens ein neues Feld antifaschistischer Arbeit dar, welches es sowohl in Hamburg als auch in Schleswig-Holstein anzugehen gilt.

Die Kampagne „Last Minute“ erweitert die lokal und regional geleistete Gegenwehr zu sämtlichen sich manifestierenden rechten Strukturen. Schnelle und zielgerichtete Unterstützung für die Menschen in Glinde setzt aber auch eine überregionale antifaschistische Zusammenarbeit voraus. „Last Minute“ bedeutet, dass es an der Zeit ist, Glinde als antifaschistisches Arbeitsfeld zu begreifen.

Drei Jahre Thor Steinar in Glinde sind kein Grund zum Feiern – wir werden kommen, aber nicht zum Gratulieren!

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Rassistische Initiative kündigt Aktion an!

Morgen 10.6 um 19 Uhr findet im Lichtwarkhaus (Holzhude 1) in Bergedorf eine Informationsveranstaltung zu einer geplanten Flüchtlingsunterkunft statt.
Eine rassistische Initiative hat angekündigt die Veranstaltung zu stören.

Kommt alle! Kein Raum für Rassist_innen!

Quelle: Bergedorfer-Zeitung

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Neonazi Wahlkampfabschluss in Bergedorf und Bramfeld [24. Mai 2014]

Am Samstag, dem Tag vor der Bezirks- und Europawahl 2014, versuchte die NPD verschiedene Infostände, zum Abschluss ihres Wahlkampfs für die Wahlen, durchzuführen. Besonders in Bergedorf zeigte sich die Hamburger NPD in einem schwachen Zustand.

In Bramfeld versammelten sich morgens ca. 10 Neonazis, unter ihnen waren die Kader Thomas Wulff und Jan-Steffen Holthusen. Die Anwesenden bauten gegen 10:30 Uhr am Bramfelder Dorfplatz einen NPD-Infostand auf. Ein paar Menschen demonstrierten in Bramfeld gegen die Neonazis. Gerüchten zufolge kam es zu Beginn des Infotisches in der Umgebung zu Übergriffen.

Donnerstag Morgen wurden in der Bergedorfer Innenstadt bereits „Hamburger Gitter“ abgeladen und bildeten ein erstes sichtbares Anzeichen für den NPD-Infostand in der Alten Holstenstraße. Angemeldet war die NPD-Veranstaltung am Samstag zwischen 11:30 und 13:30 Uhr.

Im Anschluss an den Infostand in Bramfeld begaben sich nur wenige der dortigen Neonazis nach Bergedorf. Mit Verspätung trafen 4 NPD-Anhänger an ihrem bergedorfer Veranstaltungsort ein und gaben ein äußerst trauriges Schauspiel ab. Drei NPD-Aktivisten versteckten sich hinter einem Banner, ein weiterer Aktivist filmte gezielt die Gegendemonstration ab. Der Kandidat für die Bezirkswahl in Bergedorf glänzte mit Abwesenheit! Etwa 80 Gegendemonstranten störten erfolgreich die Veranstaltung der Neonazis.

Nach nur 30 Minuten löste die NPD ihre Veranstaltung auf und versuchte über die Rückseite ihren Platz zu verlassen. Umringt von Polizist_innen und Demonstrant_innen saßen diese schnell für weitere 10 Minuten fest. Letztendlich brachte die Polizei die 4 Neonazis mit Hilfe eines Polizeifahrzeuges aus dem Kessel.

NPD in Bergedorf (Quelle: sonar-archiv.com)

In der Europawahl konnte die NPD in Bergedorf 235 Stimmen erreichen, dies entspricht einen Anteil von 0,7 %. Damit erreicht die NPD in dieser Wahl ihr prozentual bestes Ergebnis Hamburgs in Bergedorf.

 

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+++ NPD-INFOSTAND +++

Für den kommenden Samstag, den 24. Mai, plant die NPD einen Infostand in Bergedorf durchzuführen. Nach verschiedenen Provokationen und massiven Plakatieren der letzten Woche endet der NPD-Wahlkampf am Samstag in der Alten Holstenstraße mit einem Infostand.

In Bergedorf versuchen die Neonazis mit ihrem Kandidaten Marius Edahl in die Bezirksversammlung zu gelangen. Der Kandidat ist in der Presse durch zahlreiche Gewalttaten bekannt.

Kommt Samstag um 11:00 Uhr nach Bergedorf um der NPD den Wahlkampf zu vermiesen!

Keine Stimme den Nazis!
NPD-Infostand verhindern!

Samstag | 24.Mai 2014 | 11.00 Uhr | Alte Holstenstraße, HH-Bergedorf

Weitere Infos folgen…

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Bezirkswahlen 2014

Die Kandidaten der Bezirkswahlen 2014 in Hamburg wurden veröffentlicht. Als Kandidat des Bezirks Bergedorf steht der gewaltbereite Marius Edahl für die NPD zur Wahl. In der Vergangenheit fiel Marius Edahl in besonderem Maße mit seinem Gewalttätigen Verhalten auf. Auch in der überregionalen Presse wurde über seine Gewalttaten berichtet.

Aktivitäten der letzten Jahre

In Hamburg beteiligte sich Marius Edahl an zahlreichen Infoständen der NPD. Unter Beteiligung der Neonazis Martin Eggers und Andreas Knüppel trat er in Bergedorf, mit der NPD Tarn-Initative „Für ein sicheres Bergedorf“ in Erscheinung. Diese Tarn-Initative sollte eine größere Mobilisierung gegen die geplante Moschee in Bergedorf ermöglichen. Der Versuch scheiterte und es erschienen lediglich 50 aktive Neonazis zur Demonstration in Bergedorf.

Durch viele Gewalttaten hat Marius Edahl den Ruf eines „Nazi-Schlägers“ erhalten. Über einige seiner Attacken wurden in der Presse berichtet.

Auch im vergangenen Jahr trat Marius Edahl öffentlich in Erscheinung.

Mit Neonazis des “Aktionsbündnis Lübeck-Stormarn” drehten Mitglieder der “Kameradschaft Bergedorf” – darunter Marius Edahl – ein Aktionsvideo zum Geschichtsrevisionistischen „Gedenkmarsch 2013“ in Dresden.

http://i.imgur.com/fD8oe7x.jpg(http://bildergalerielinks.imgur.com/)

Bei einem Aufmarsch in Wolfsburg am 1. Juni 2013 trug Marius Edahl die Fahne der “Kameradschaft Bergedorf”

Gegen den Einzug der NPD in die Bezirksversammlung!
Nazis raus aus den Parlamenten!

 

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